
Das Amsinck-Palais am Neuen Jungfernstieg (Lithografie von Peter Suhr, 1830).
Das Amsinck-Haus
Der Übersee-Club ist Ende Juli 2026 aus dem Amsinck-Haus ausgezogen, da der Eigentümer des Hauses eine umfassende Renovierung plant.
Das denkmalgeschützte Gebäude wird dabei in seiner charakteristischen Grunderscheinung erhalten bleiben, zugleich jedoch behutsam und zeitgemäß weiterentwickelt.
Für die Dauer der Renovierung – nach aktuellem Stand voraussichtlich rund zwei Jahre – werden unsere Clubabende an wechselnden Veranstaltungsorten in der Hamburger Innenstadt stattfinden.
Nach Abschluss der Renovierung beabsichtigt der Club, wieder in das modernisierte Amsinck-Haus einzuziehen – dann auch mit einem neuen Gastronomiepartner an unserer Seite.
Juwel an der Binnen-Alster
Die Heimat des Übersee-Clubs könnte schöner nicht sein. Am Neuen Jungfernstieg Nr. 19 entstand ab 1831 in zweijähriger Bauzeit das Amsinck-Haus. Bauherr: Gottlieb Jenisch, Mitglied einer der großen namhaften Hamburger Kaufmannsfamilien des 19. Jahrhunderts. Architektonisch geplant und vollendet wurde es vom jungen Altonaer Architekten Franz-Gustav Forsmann.
An seinen ersten Besitzer erinnert das einstige Wohn- und Geschäftshaus in bester Hamburger Lage bis heute: Das sogenannte „Jenisch-Zimmer“ bewahrt die Erinnerung an Gottlieb Jenisch und die frühe Geschichte des Hauses.
Seit der Kaufmann und Bankier Gustav Amsinck das Gebäude 1899 erwarb, ist es als „Amsinck-Palais“ beziehungsweise „Amsinck-Haus“ bekannt. Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Bürgerpalais in den Besitz einer Versicherungsgesellschaft über, die später von der Nordstern-Versicherung – heute AXA – übernommen wurde. Bis heute befindet sich das Haus im Eigentum des Versicherungskonzerns.
Sitz des Übersee-Clubs seit 1970
1969 mietet der Übersee-Club das Haus an. Durch großzügige Spenden seiner Mitglieder konnte das seit 1944 unter Denkmalschutz stehende Amsinck-Haus mit seiner weitläufigen Halle und den historischen Räumen anschließend vollständig renoviert und im Jahr 1970 bezogen werden.
Die Räume des Amsinck-Hauses – imposant: Der große Festsaal mit opulenter Ornamentik und geschnitzten Türbekrönungen zeigt viele Elemente der Erbauerzeit. Zwei Alster-Zimmer mit Blick auf die Binnenalster, der Rote Salon und das Jenisch-Zimmer im Empire-Stil werden heute als stilvolle Restaurant-Räume genutzt.





